QUER DURCHS LAND - MQ VIENNA FASHIONWEEK 2014 - TEIL II

,,Dürfen wir hier sitzen?“
- ,,Natürlich! Der Platzanweiser hat mich doch gerade hier her geführt.“ sagte ich. 
,,Ja, aber hier sind nur die Angehörigen. Schau dich mal um.“
Tatsächlich. Links und Rechts von uns: Alles Asiaten. Und wir mittendrin.


WIENSamstag:
Am Samstag ging es nur um eine Show. Die Show, auf die ich mich schon in Deutschland gefreut hatte. Die Bangkok Fashion Show: The Next Generation! 
Wusstest Ihr eigentlich, dass das hochwertige Material Seide aus Asien stammt? 
Die Show begann mit einer Präsentation über Seide und welche Bedeutung diese für Thailand und besonders für das thailändische Königreich hat. (soon: MOAR TO COME)

Den Start begann Paul Direk mit schrillen Prints in Schwarz und Weiß gehalten. 
Mein Favorit an dem Abend war aber ganz klar Pattric Boyle
Das Design Duo hat richtig Pfiff auf den Laufsteg gebracht. Schnelle Musik, schneller Walk und schräge Looks. Witzige Prints die an den Humor Jeremy Scott's Designs von Moschino erinnerten. Und: FRANSEN! Am Blazer, am Hemd unter den Armen sowie am Saum des Mantels. Ganz egal wo - Ich steh' total auf sie. Und ihr so? 
Allein die Hüte sind der Knaller! I LIKE Pattric Boyle!
Jetzt kommt die Seide ins Spiel von der bereits anfangs die Rede war. Tolle Kleider aber auch Einzelteile waren bei Kamlangjai dabei. 
Den Abschluss des Abends leistete keine geringere als eine waschechte Prinzessin. Bajrakitiyabha Mahidol, Enkelin von König von Thailand ist die österreichische Botschafterin für das Land und setzt sich seit Jahren für den Import thailändischer Seide ein. Ohne sie gäbe es die Bangkok Fashion Shows nicht. Die 33-jährige stolzierte den Last Look der Show von Sasict und genoss jeden Schritt des Laufstegs, den sie gleich drei mal rauf und runter lief. 




Nach der Show lud man die VIP's noch zur Afterparty in den Backstage. Die Asiaten sind wirklich gute Gastgeber. Leckeres Buffet, Glückskekse und guter Rotwein wurden ausgeschenkt. Was außerdem der Hammer war: Die Massage-Ecke! 5 Masseure luden ein sich auf den Stuhl zu setzen und zu entspannen. 
Es war eine tolle Cocktailparty, in der es wirklich nicht um Party ging. Business - roch es in der Luft. Die Wiener Modeleute, sowie ausländische Gäste vergnügten sich bei asiatischem Essen und tauschten sich aus. Und da wurd's interessant. 
,, ...und dies ist übrigens der Designer von Tiberius“ stellte man mir vor. 
Tiberius, die Show über die jeder sprach. Und ich? Ich hab sie verpasst... (ALL ABOUT TIBERIUS: SOON MOAR TO COME!)

Wie gesagt, um Party ging es nicht nur ums Quatschen. Und wen man auch kennenlernte, da bekam man schon eine kleine Karte eingesteckt. ,,Meld dich bei mir!“ - ungefähr so. 

Nachdem der Rotwein langsam Anschlag fand und meine Tasche sich mit Visitenkarten füllte, zogen wir auch schon weiter. Zur offiziellen Aftershowparty der MQVFW 2014 in der Prater Sauna. 

Wir fragten an einer Pommesbude nach dem Weg. Eine Frau - Mitte 30, high top Pferdeschwanz, Eyeliner bis zu den Ohren kombiniert mit blauen Lidschatten und rotem Kussmund - half uns weiter. 
Sie sagte sie müsste sowieso da lang und begleitete uns. 
,,Was machst du denn hier um diese Uhrzeit?“ fragte ich sie wie ahnungslos. 
- ,,Arbeiten!“
,,Und was arbeitest du?“ fragte ich neugierig.
- ,,Wie was arbeite ich?! Prostitution was sonst.“ erklärte mir Sandra in ihrem rumänischem Akzent. 

,,Gleich da vorne ist es!“ zeigte sie. ,,Ich komme noch bis da vorne.“ 
Und ich befürchtete schon Schlimmes. 
Da angekommen sagte sie euphorisch mit tanzenden Armen: ,,Ach ich komme bisschen mit euch tanzen!“ Yay! Lachte ich laut. Mit einer Prostituierten war ich noch nie feiern. Warum nicht. Vor dem Club machte sie bereits Stimmung, kann doch nur witzig werden, oder !?
Als sie an der Kasse hörte ,,Guten Abend, 13 Euro bitte!“ drehte sie uns aber auch schon schnell den Rücken zu. Wir zeigten die Fashionweek Pässe und durften eintreten. 

Ich war wirklich entsetzt über die Wahl der Diskothek. Berlin ist nichts gegen die Prater Sauna. Ein wirklich ranziger, alter und einfach abgefuckter Schuppen, der kein bisschen Fashion Glamour einbrachte. Und es ist nicht so, dass ein alter, abgefuckter Schuppen mit alternativer Kunst keinen Flair haben kann. Dass dies möglich ist, beweist die Modemetropole Berlin. Doch leider blieb uns nichts anderes übrig als den Laden nach einem schnellen Drink zu verlassen. 
Das war wohl nichts mit Tanzen...

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Der krönende Abschluss der MQVFW 2014 & MOAR: MORGEN!